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Pflegegeld darf nicht angerechnet werden

Erstmals haben jetzt Bundesrichter entschieden: Pflegegeld aus der gesetzlichen Pflegeversicherung (nach SGB XI) darf nicht auf das Pflegegeld der Jugendhilfe für die Pflege und Erziehung von Pflegekindern (nach SGB VIII) angerechnet werden. Mit dieser abschließenden Grundsatzentscheidung schiebt das Bundesverwaltungsgericht einer inzwischen weitverbreiteten Praxis vieler Jugendämter einen Riegel vor und bringt betroffenen Pflegefamilien endlich Rechtssicherheit.

In der Begründung ihres Urteils vom 24. November 2017 (Az. BVerwG 5 C 15.16) schreiben die obersten Verwaltungsrichter, dass eine solche Kürzung von Leistungen nicht durch das Gesetz gedeckt ist: „Eine Anrechnung des Pflegeversicherungsgeldes mindert das den Klägern zustehende Pflegegeld und bedarf deshalb einer gesetzlichen Grundlage. An dieser fehlt es.“ Beide Leistungen, so die Richter weiter, dienen grundsätzlich unterschiedlichen Zwecken und sind nebeneinander zu gewähren.

Pflegefamilien, in denen bislang eine entsprechende Verrechnung oder Heranziehung stattgefunden hat, wird geraten, unverzüglich eine Überprüfung der grundlegenden Bescheide zu verlangen und damit auch rückwirkend ein ggf. zu Unrecht abgezogenes Pflegegeld der Pflegeversicherung (bzw. der Opferentschädigung) zu erhalten.

Erstritten wurde das Urteil von der Rechtsanwältin Gila Schindler, KASU – Kanzlei für soziale Unternehmen, Heidelberg/Berlin.

Hier finden Sie einen Auszug des Urteils als PDF

Quelle: Bundesverband behinderter Pflegekinder e.V.


Elternabend des Pflegeelternvereines  KiAP – Herzogtum Lauenburg e.V. zum Thema „Systemische Ordnungen in Familien“

Der Pflegeelternverein KiAP lädt alle Interessierten zu einem Elternabend am Mittwoch den 31.01.2018 ein. Nicole Klütz, Erzieherin und  Bindungstherapeutin  aus Krummesse wird,  im Heilig Geist Zentrum, Immenstelle 13 in 23879 Mölln, von 19.00 Uhr – 20.30 Uhr, einen Einblick in die systemischen Ordnungen in Familien geben.

Die systemischen Ordnungen helfen, viele Probleme, die in Familien, Gruppen und anderen Gefügen auftreten, besser  zu verstehen und sichtbar zu machen. An diesem Abend gibt  Frau Klütz anhand verschiedener Beispiele der unterschiedlichen Zusammensetzungen in Familien wie z.B. Pflege – oder Adoptivfamilien aber auch Patchwork oder Eltern/Großelternkonstellationen, einen Einblick in dieses Thema.

Jede/r, der sich für dieses Thema interessiert,  ist herzlich willkommen!

Die Teilnahme kostet 4,-€ pro Teilnehmer, für Mitglieder der Kreisgruppe KiAP Herzogtum Lauenburg e.V. ist die Veranstaltung kostenlos.

Falls Sie weitere Informationen möchten erhalten sie diese  unter Tel.: 04536-9979264 oder info@kiap-herzogtum-lauenburg.de


Weihnachten

Das soll für Dich bedeuten…

…stille Augenblicke

Zeit zum Innehalten

in fröhliche Gesichter zu schauen

Überraschungen, die gelingen

ganz unverhoffte Glücksmomente

dich an gute Zeiten zu erinnern

nette Begegnungen

Kinderlachen

Herzensfreude

leise Melodien

großzügige Gesten

Sternschnuppennächte

Lichterfunkeln

ein warmer Platz an kalten Tagen

Feiertagsgefühle

großartige Kleinigkeiten

Wunschlos – Glücklich – Momente

kleine Liebenswürdigkeiten

gute Gedanken

Geborgenheit

jemand, der Dir ein Lächeln schenkt

kleine und große Wunder

In diesem Sinne wünschen wir Euch und Euren Familien ein friedliches, ruhiges Weihnachtsfest und für das neue Jahr Gesundheit, Freude und viele tolle Erfahrungen!

Euer Vorstand


Schön war´s……

als am Freitag, den 15.12.2017 Adoptiv – und Pflegeeltern aus dem ganzen Kreis Herzogtum Lauenburg den Weg in das „Alte Pastorat“ in Sandesneben fanden.

Unser Adoptiv – und Pflegeelternverein hatte sie,  im vorweihnachtlichen Trubel, zu einer kleinen „Verschnaufpause“ eingeladen.

Möglich wurde dies durch eine großzügige Spende der  „OVB – Vermögensberatung AG“, dank der die Adoptiv – und Pflegeeltern bereits im  März diesen Jahres einen gemeinsamen, Kinder freien Abend im  Schmidt`s Theater in Hamburg genießen konnten.

Mit einem  weihnachtlichen Lied vom kleinen Stern stimmten sich alle auf diesen Nachmittag ein. Gemeinsam wurde  dann erst einmal an einem schön gedeckten Tisch Kaffee getrunken, Kekse gegessen und wichtige Erlebnisse ausgetauscht.

Nachdem sich die Kinder gestärkt hatten, wurden sie von einer Heilerzieherin in einen anderen Raum zum Basteln eingeladen. Die jugendlichen, leiblichen Töchter Laura und Ronja, aus den Familien des Vereinsvorstandes, hatten sich zudem als Helferinnen zur Verfügung gestellt.

In den nächsten eineinhalb Stunden hatten nun auch die Eltern ein bisschen  Zeit, sich in Ruhe auszutauschen, zu Klönen und  natürlich den großen Erfolges der Familie Koop  vor dem Bundesverwaltungsgericht zu feiern, der eine bundesweite Stärkung  von Pflegeeltern mit beeinträchtigten Pflegekindern bedeutet!

Am Ende des Nachmittags gingen alle zufrieden, gestärkt und stolz auf ihre wunderbaren  Basteleien mit einem „Erinnerungslicht“ nach Hause. Es waren sich übrigens alle einig, dass so ein Nachmittag unbedingt wiederholt werden sollte….auch, wenn nicht gerade Weihnachten ist….

Viele liebe Grüße                                                                                                                                            Euer    Vorstand


Immer wieder wird leiblichen Eltern, aus unterschiedlichen Gründen, das Sorgerecht für ihre Kinder entzogen. In den meisten Fällen wird dann ein Amtsvormund eingesetzt, der sich an Eltern statt um die Bedürfnisse und Rechte des Kindes kümmert.
Das Gesetzt hält es für eine angemessenere und effektivere Lösung, einen geeigneten Einzelvormund für das Kind einzusetzen. Dieser kann sein Mündel durch den weit größeren persönlichen Bezug viel individueller vertreten.

Der Gesetzgeber hat in § 1791b BGB klar geregelt, dass im Bezug auf die Art der Vormundschaft eine Einzelvormundschaft immer Vorrang vor einer Amtsvormundschaft haben muss. Für das Jugendamt ergibt sich deshalb, nach § 56 Abs. 4 i.V.m. § 53 Abs.1 SGB VIII, ein gesetzlicher Auftrag zur jährlichen Prüfung, ob im Interesse des Kindes seine Entlassung als Amtspfleger oder Amtsvormund und die Bestellung eines Einzelvormundes angezeigt ist. Außerdem ist das Jugendamt verpflichtet dem Familiengericht eine entsprechende Mitteilung und Vorschläge zu machen.
In der Praxis wird diesen Vorgaben nur äußerst selten Genüge getan und so findet der Einsatz eines Einzelvormundes überwiegend nicht statt.
Die Kreisgruppe KiAP – Herzogtum Lauenburg e.V. konnten den Landesverband KiAP- Kinder in Adoptions- und Pflegefamilien für eine Schulung zum Thema „Einzelvormünder“ gewinnen.
Ziel dieser Schulung ist es Menschen, die sich vorstellen können eine Einzelvormundschaft zu übernehmen, über die Aufgaben, Rechte und Pflichten eines solchen zu informieren , um sie so gezielt auf diese Aufgabe vorzubereiten.
Die Durchführung der Schulung übernehmen zwei Vorstandsmitglieder des Landesverbandes.

Im Anschluss an die Schulung bekommt jeder Teilnehmer eine Teilnahmebescheinigung, die auch zur Vorlage beim Vormundschaftsgericht genutzt werden kann.
Für KiAP- Mitglieder ist die Schulung kostenlos. Nichtmitglieder zahlen einen Kostenbeitrag von €15,00.
Stattfinden wird sie am Donnerstag, den 18.05.2017
von 19.00 Uhr bis 22.00 Uhr in den Räumen von KIBIS, Wasserkrüger Weg 7 in 23979 in Mölln (barrierefrei).
Verbindliche Anmeldungen bei Marlis Peters 

Tel. :04536/9979264

oder per Mail an: info@kiap-herzogtum-lauenburg.de


Die Kreisgruppe KiAP ( Kinder in Adoptions- und Pflegefamilien) – Herzogtum Lauenburg e.V, lädt zum monatlichen Treffen am Freitag, den 17.03.2017 von 9.00 Uhr – 12.00 Uhr in 23898 Sandesneben ein.

Hier besteht für Adoptiv- und Pflegeeltern oder solche, die es werden möchten,  die Möglichkeit sich über  verschiedenste Themen auszutauschen, zu informieren oder einfach nur zu klönen.

Um Anmeldung wird gebeten unter Tel.: 04536 -9979264 oder info@kiap-herzogtum-lauenburg.de