Fachtag „Über-Leben mit FASD

Auch in diesem Jahr wurde die Veranstaltung erst, durch die finanzielle Unterstützung des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung des Landes Schleswig-Holstein, sowie der Stiftung zum Wohle des Pflegekindes, möglich.

An diesem Tag ging es um die Folgen des Alkoholkonsums in der Schwangerschaft. Die Teilnehmenden waren erstaunt, dass auch in Deutschland viele Menschen von der einzigen verhinderbaren Behinderung „FASD- Fetale Alkoholspektrumstörung “betroffen sind.

Frau Dr. Ziemens, Kinderpsychiaterin, hatte diesen Tag gemeinsam mit der Kreisgruppe KiAP vorbereitet und für die Veranstaltung Weiterbildungspunkte für Ärzte bei der Ärztekammer beantragt. Die teilnehmenden Ärzte konnten je sechs Weiterbildungspunkte erwerben.

Frau Dr. Ziemens berichtete darüber, wie sie in ihrer Praxis auf das Thema aufmerksam geworden war und warum ihr eine Weiterentwicklung des Wissens im Lebensumfeld der von FASD betroffenen Kinder und Jugendlichen ein großes Anliegen ist. Sie habe den Leidensdruck der Betroffenen und ihres Umfeldes wahrgenommen und möchte etwas zur Entlastung der Familien beitragen.

Frau Dr. Hoff- Emden, Kinderärztin am Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) in  Leipzig stellte zu Beginn fest, dass die Anwesenden ein Premierepublikum seien. Sie habe zu Beginn diesen Jahres am Weltkongress in Vancouver teilgenommen und von hier einige aktuelle Erkenntnisse mitgebracht.

So brachte auch der gesamte Vortrag der engagierten Ärztin, die seit dreißig Jahren in der Kinder – und Jugendmedizin praktiziert, allen Anwesenden eine Fülle an neuen Erkenntnissen oder führte zu einer Vertiefung des bereits vorhandenen Wissens. Die Rückmeldungen der Anwesenden (Ärzte, Schulbegleiter, Ergotherapeutinnen, Mitarbeiter*innen der Frühförderung,  Pflegeelternberatung, Lehrer*innen, Pflege- und Adoptiveltern, Mitarbeiter des Schulamtes und des Gesundheitsamtes) waren durchweg positiv.

Die Teilnehmenden waren zum Teil aus Schwerin, Wismar oder Hamburg angereist.

Die Kreisgruppe KiAP hofft nun, dass die Teilnehmenden ihr Wissen weitergeben und die gewonnenen Erkenntnisse in die Praxis integriert werden können. Jeder, der ein Multiplikator zur Aufklärung über „FASD“ sein kann, ist eine Entlastung für die Betroffenen und ihr Lebensumfeld!

Der Vorstand des Vereins freut sich bereits auf die Vorbereitung des nächsten Fachtages für 2020.

Danke an alle die uns an diesen Fachtag unterstützt haben.